Halbzeitshow des Team NL
Die EM-Qualifikationsspiele Niederlande gegen Großbritannien, ein spannendes Spiel und ein Heimspiel im ausverkauften Sportcampus Den Haag. Für mich ist das immer ein besonderer Ort, denn in meiner eigenen Stadt aufzutreten, fühlt sich an wie nach Hause kommen.
Es ist schon eine Weile her, seit ich bei einem Länderspielpräsent war. Beim letzten Länderspiel der Frauen am 9. Februar in Almere, Nur Liza, mein Schützling, spielte eine Halbzeitshow für die Damenmannschaft. Nun war ich an der Reihe und was für eine Ehre, wieder in einem voll besetzten Stadion aufzutreten. Die Stimmung war von Anfang an elektrisierend, auch dank des mitgebrachten Spielautomaten. Immer ein Publikumsliebling und ein garantierter Hit.
Die Vorbereitungen verliefen reibungslos. Das NBB-Team empfing uns wieder mit offenen Armen, und es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen. Greet Spetter, eine der enthusiastischsten Freiwilligen, die ich kenne, begrüßte uns mit ihrer typischen Energie. Logan, ein Junge, den ich aus meinen Schulworkshops kenne, war auch mit seinem Vater da und kümmerte sich um Licht und Ton. Es sind diese persönlichen Verbindungen, die solche Tage zu etwas ganz Besonderem machen.
Beim Soundcheck durfte ich den brandneuen Boden, der ursprünglich von den Olympischen Spielen stammt, testen. Es war mir eine Ehre, als einer der Ersten darauf zu stehen. Nach einigen letzten Anpassungen – weißer oder schwarzer Anzug? Er war schwarz – und einem kleinen Imbiss beim Catering-Team war es Zeit, meine Familie abzuholen. Meine Frau und meine Töchter waren da, was den Tag für mich noch besonderer machte. Meine älteste Tochter, gerade aus dem Camp der achten Klasse zurückgekehrt, war begeistert, die Umkleidekabine und die Spieler aus der Nähe zu sehen, da sie gerade mit dem Basketballspielen angefangen hat. Das war ein Tag, den sie nie vergessen wird, besonders für sie.
Als der Moment gekommen war, war alles bereit. Die Cheerleader halfen bei den letzten Details und die Musik dröhnte. Vincent Krieger, der beste MC der Niederlande, kündigte mich an, und unter dem Applaus eines ausverkauften Hauses rannte ich auf das Feld. Mit leerem Kopf, völlig bei der Sache und mit viel Spaß. Darum geht es.
Nach der Show durfte ich wie immer Giveaway-Bälle ins Publikum werfen und die Kinder mit dem Drehen der Bälle auf ihren Fingern begeistern. Im dritten Viertel war ich mit meiner Familie unterwegs und traf dort Kinder, die ich aus Basketballcamps kannte. Spontan entstand ein kleiner Geschicklichkeitswettbewerb – wer konnte die besten Tricks zeigen? Der Gewinner bekam einen Miniball geschenkt – einfach so. Es sind diese kleinen Momente, die den Unterschied machen.
Zum Abschluss des Tages holten sich meine Töchter noch Autogramme von den Spielern. Es war für sie unfassbar, dass andere Kinder auch ein Autogramm ihres Vaters wollten. Sie und ihre Teamkollegin, die ebenfalls da war, machten Fotos und hatten viel Spaß. Trotz der Niederlage der Niederlande war es ein spannendes Spiel und ein wunderschöner Tag.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass der niederländische Basketball zunehmend amerikanisches Flair annimmt. Von Sitzplätzen am Spielfeldrand über berühmte DJs bis hin zu einem ausverkauften Stadion – es fühlt sich wie ein Schritt in die richtige Richtung für den Sport in unserem Land an, und ich freue mich, meinen Beitrag dazu leisten zu können. Niederländischer Basketball !
Galdino Haimé
Autor
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